Verkehrsunfall - So verhalten Sie sich richtig

Meistens passiert es ganz schnell: Bei der Fahrt mit dem Auto kracht es urplötzlich. Ein Unfall: damit sind sehr viele verschiedene Gefühle verbunden. Stress und Aufregung sind jedoch vorprogrammiert. Daher ist es wichtig zu wissen, wie man sich in einem solchen Fall am besten verhalten sollte. Wir stellen Ihnen eine Step-by-step Anleitung zur Verfügung, sodass Sie auf der sicheren Seite sind.

1. Unfallstelle absichern

Aufgrund der stressbedingten Situation vergisst der Fahrer meist, dass die Unfallstelle abgesichert werden muss. Dabei ist Vorsicht geboten, denn der Fahrer kann viele Fehler machen.

Zunächst müssen Sie das Warnblinklicht einschalten, Ihre Warnweste anziehen, (wenn verkehrsbedingt möglich) aussteigen und ein Warndreieck aufstellen. Das Warndreieck sollte auch an unübersichtlichen Stellen so aufgestellt werden, dass es gut sichtbar ist, z. B. vor Kurven und Kuppen. Es sollte stets am Fahrbahnrand bzw. am Rand des Standstreifens stehen.

Durch eine gute Absicherung werden Folgeunfälle verhindert. Bei leichteren Schäden ohne Verletzte, sollte das Fahrzeug (nach Anfertigung von Beweisfotos) von der Fahrbahn bewegt werden.

2. Verletzten helfen

Auf dem ersten Blick ist es meistens unklar, ob sich Personen verletzt haben. Daher sollte auch bei “harmlosen” Unfällen unbedingt geklärt werden, ob die Beteiligten Verletzungen erlitten haben.

Wenn ja, müssen Sie Erste Hilfe leisten. Das ist in Deutschland gesetzlich verankert: Eine unterlassene Hilfeleistung nach § 323c StGB zählt als Straftat und kann zu einer Geld- und Freiheitsstrafe führen. Keine Sorge: Ersthelfer müssen nicht befürchten für mögliche Fehler haftbar gemacht zu werden. Wichtig ist, dass ein Notruf (112) getätigt wird.

3. Notruf wählen

Wie bereits erwähnt, sollte im Falle von Personenverletzungen der Notruf gewählt werden. Ebenfalls sollte bei größeren Sachschäden die Polizei verständigt werden. Die Polizei hält fest, wer gegen Verkehrsregeln verstoßen hat. Ein verbreiteter Irrtum: Die Beamten klären nicht, wer für den Schaden aufkommen muss, diese nehmen lediglich die Aussagen der Personen auf. Deshalb macht es auch keinen Sinn, mit den Polizisten über die Haftungsfrage zu diskutieren. Bitte beachten: Belasten Sie sich in keinem Fall selbst, Angaben zur Person und zum Fahrzeug genügen.

4. Unfallbericht aufnehmen

Hier ist es wichtig zu wissen, dass die Versicherungsdaten der Unfallbeteiligten aufgenommen werden sollte. Bei geklärter Schuldfrage spielt die Haftung für den Schaden eine entscheidende Rolle. Zur vollständigen Dokumentation des Autounfalls zählen einerseits aussagekräftige Fotos. Andererseits ist ein ausgefüllter Unfallbericht erforderlich. Dieser Bericht ist ein wichtiges Beweismittel bei der Aufklärung des Unfalls.

Wichtig: Machen Sie unbedingt eigene Fotos vom Unfallort. Der Unfallgegner ist nicht verpflichtet Ihnen seine eigenen Fotos zu überlassen. Zudem sollten Sie die Schäden am eigenen, sowie die des gegnerischen Unfallfahrzeugs fotografieren. Machen Sie Bilder vom gesamten Unfallort (z.B. Schnee- und Bremsspuren etc.) und aus verschiedenen Perspektiven.

5. Unfallstelle räumen

Bei kleineren Schäden sollten Sie den Unfallort schnell räumen. Am besten, sobald der Unfallhergang dokumentiert ist und die Personalien ausgetauscht wurden. Wer den Folgeverkehr unnötig lange aufhält, riskiert ein Bußgeld. Sind hohe Sach- oder Personenschäden entstanden, sollten Sie die Unfallstelle nicht verändern bis die Polizei vor Ort ist.

6. Fazit

Die wichtigsten Schritte nach einem Autounfall sind:

  • Absichern der Unfallstelle
  • Feststellen von Personenschäden
  • Ausführliche Dokumentation des Unfalls

Letzteres ist Voraussetzung, um von der gegnerischen Kfz-Versicherung Schadensersatz zu erhalten. Bei Bagatellunfällen ist es meist nicht nötig, die Polizei zu verständigen.

Gerne stehen wir Ihnen als Qthority bei einem Verkehrsunfall zur Seite. Wir kooperieren bundesweit mit mehr als 400 Rechtsanwälten, darunter befinden sich auch viele Fachanwälte für Verkehrsrecht.

Gegnerische Versicherungen versuchen den Schadensersatzanspruch auf einem niedrigen Level zu halten und kürzen gerne den Betrag. Hier benötigen Sie einen versierten Anwalt, der Ihre Ansprüche durchsetzt. Das Gute daran: Das Honorar für unsere Anwälte zahlt ebenso die gegnerische Versicherung, somit tragen Sie als Geschädigter keine Kosten.

Ihr Ansprechpartner für Kfz-Unfälle und weitere rechtliche Themen:
Ekrem Taskin
Tel.: 0172 160 2222
Mail: ekrem.taskin@qthority.com

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Photo by Michael Jin on Unsplash